Während die Fluidisierung im Allgemeinen ein der Verflüssigung ähnlicher Prozess ist, bei dem ein körniges Material von einem statischen oder festen Zustand in einen dynamischen oder flüssigen Zustand überführt wird, bezieht sich der Begriff „Fluidisierung“ im Zusammenhang mit IQF auf die Fähigkeit des Produkts, sich unter dem Einfluss von Luftströmen, die sich im Gefriergerät entsprechend der Zufuhrrate kontinuierlich bewegen und vorwärtsdrängen, wie eine Flüssigkeit zu verhalten.
WARUM IST ES DENN SO WICHTIG,
ÜBER FLUIDISIERUNG ZU SPRECHEN?
Die Fluidisierung sorgt dafür, dass sich die Produkte voneinander trennen und einzeln gefrieren. Tatsächlich muss die Fluidisierung nicht nur erwähnt und definiert, sondern auch eingehend untersucht und perfektioniert werden – und zwar aus folgendem Grund. Indem sie lernen, wie sie die Fluidisierung des Produkts während des IQF-Gefrierprozesses gezielt steuern können, sind die Verarbeiter in der Lage, für jede einzelne Produktart die am besten geeignete Art der Fluidisierung einzusetzen. Es ist natürlich logisch, dass ein schweres Produkt wie Mangowürfel nicht dieselbe Art der Fluidisierung benötigt wie beispielsweise gehacktes Basilikum. Auf der Grundlage der Produkteigenschaften wie Wassergehalt, Form, Gewicht, Brix-Wert und Zerbrechlichkeit haben die Verarbeiter die Aufgabe, die Fluidisierung so anzupassen, dass ein optisch ansprechendes, perfekt voneinander getrenntes Tiefkühlprodukt entsteht.
3 HAUPTARTEN DER FLUIDISIERUNG
BEIM IQF-GEFRIEREN
In der IQF-Branche werden drei Hauptarten der Fluidisierung unterschieden, die in verschiedenen Bereichen des Gefriergeräts zum Einsatz kommen, nämlich: Zirkulationsfluidisierung, Sprudelfluidisierung und Festbettfluidisierung. Kurz gesagt wird die Zirkulationsfluidisierung dazu verwendet, das Produkt unter starken, kalten Luftströmen vollständig aus dem Bett anzuheben; sie kommt in der Regel im ersten Abschnitt des Gefriergeräts zum Krustenfrieren zum Einsatz, wenn das Produkt noch warm und feucht ist. Die Sprudelfluidisierung ist eine sanftere Variante der vorgenannten Art und hebt das Produkt nur teilweise an (daher der Name „halbfluidisiertes Bett“) – sie wird in der Regel im zweiten Bett eingesetzt, wo das bereits krustengefrorene Produkt wie eine siedende Flüssigkeit wirkt. Und schließlich die Festbett-Fluidisierung – sie dient dem Endgefrieren des Produkts im letzten Abschnitt des IQF-Tunnels; das Produkt ruht dabei größtenteils auf dem Bett und eignet sich auch für sehr empfindliche Produkte. Natürlich kann es Variationen dieser drei Arten geben.
DIE KUNST DES ERFOLGS
DIE RICHTIGE FLUIDISIERUNG: WÄHLEN SIE IHRE VENTILATOREN
Einige wichtige Elemente des IQF-Gefriergeräts, die eine entscheidende Rolle bei der Erzeugung der Fluidisierung in jedem Abschnitt des IQF-Tunnels spielen, sind: die Art der Ventilatoren, die Konstruktion des Bettes und die Gesamtkonstruktion des Gefriergeräts.
Die Konstruktion der Ventilatoren ist ein sehr wichtiger Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt. Nicht alle Ventilatortypen können zur Erzeugung der richtigen Fluidisierung beitragen, die Sie möglicherweise benötigen. So ermöglichten beispielsweise die OctoCore™-Ventilatoren – bei denen es sich um Flügelrad-Axialventilatoren handelt, die speziell für den OctoCore™-Gefrierschrank entwickelt und angepasst wurden – den Einbau und den effizienten Einsatz von Frequenzumrichtern. Dies bedeutet, dass der Luftstrom je nach der vom Verarbeiter angestrebten Fluidisierungsart erhöht oder verringert werden kann. IQF-Gefrieranlagen, die nicht über diese Option verfügen, müssen den unnötigen, zusätzlichen Luftstrom umgehen oder behindern. Dies bedeutet, dass ein Teil des vom Tunnel und der Kälteanlage verbrauchten Stroms verschwendet wird, was sich häufig negativ auf die Rentabilität des Unternehmens auswirkt.
MIT DER RICHTIGEN AUFLAGEPLATTE
ERGEBT SICH DER RICHTIGE DRUCKABFALL
Der im Bett erzielte Druckabfall – ein weiterer sehr wichtiger Einflussfaktor – hängt nicht nur vom durch die Ventilatoren erzeugten Luftstrom ab, sondern auch von der Bauweise des Bettes und insbesondere von der Größe und Verteilung der Löcher im Bett. Die OctoCore™-Bettplatten wurden dicker ausgelegt als alle anderen auf dem Markt erhältlichen Bettplatten, um größere Öffnungen in der Bettplatte zu ermöglichen, was zu einem höheren Druckabfall führt – eine entscheidende Voraussetzung für eine gleichmäßige und gute Fluidisierung. Da zudem die Größe jeder Öffnung die Geschwindigkeit der durchströmenden Luft bestimmt, verjüngen sich die Durchmesser in den Bettplatten zum Auslauf hin entsprechend den sich ändernden Eigenschaften des Produkts. Diese Konfiguration wurde sorgfältig berechnet, um eine bestimmte Luftgeschwindigkeit in den Öffnungen und eine gleichmäßige Verteilung des Luftstroms zu erzielen.
ES DREHT SICH ALLES UM DIE AERODYNAMIK
Und schließlich hat die Gesamtkonstruktion des Gefrierkörpers direkten Einfluss auf die Aerodynamik des Systems und damit auf den Grad der Kontrolle über die Fluidisierung. Aus diesem Grund hat OctoCore einen kompakten Gefrierkörper mit möglichst wenigen Details entwickelt, die den Luftstrom behindern oder stören könnten, wodurch sich die Fluidisierung für jeden Produkttyp leichter steuern und anpassen lässt.
Einmal mehr wird deutlich, dass die IQF-Technologie eine Kunst für sich ist, die auf reiner Wissenschaft basiert, und OctoCore hat es sich zum Ziel gesetzt, diese zu meistern.