IQF steht für „Individual Quick Freezing“ und bezeichnet eine Technologie, die in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommt. Wie der Begriff schon andeutet, handelt es sich dabei um das Schnellgefrieren einzelner Produktstücke im Gegensatz zum Gefrieren von Schüttgut oder Blöcken.
Was ist die IQF-Technologie?
Die IQF-Technologie hat ihre Wurzeln in den 1960er Jahren, als der Schalen-Tiefkühler auf den Markt gebracht wurde. Er war sofort ein Erfolg, da die bisherigen Gefrierverfahren auf dem Blockgefrieren von Produkten (oder sogar verpackten Produkten) beruhten, was aufgrund der langen Gefrierzeit zu einer Verschlechterung der Gesamtqualität führte. Der Schalen-Tiefkühler bewährte sich bei „leicht zu gefrierenden“ Produkten wie Erbsen, Mais oder Möhren. Der Transport der Produkte basierte auf dem Fluidisationsprinzip. Bei eher empfindlichen und leichten Produkten wie Brokkoli, Himbeeren, Kräutern usw. war die für den Transport erforderliche Luftgeschwindigkeit jedoch zu hoch, sodass die Produkte beschädigt wurden oder über das Bett hinweggeweht wurden.
Daher war die Flexibilität dieses Gefrierschranktyps eingeschränkt.
Modernisierte IQF-Technologie
In den 1970er Jahren fanden die Ingenieure eine Lösung und führten das Förderband ein. Dank dieser Innovation war es möglich, das Produkt bei geringeren Luftgeschwindigkeiten zu transportieren, da nun das Band den Transport übernahm. Durch den Einbau eines Förderbands in den Gefrierschrank stieg jedoch die Anzahl der beweglichen Teile, was ein Risiko für die Lebensmittelsicherheit darstellt. Zudem musste aufgrund von Temperaturschwankungen ein Bandspannmechanismus eingeführt werden. Seit den 1970er Jahren werden in IQF-Gefrieranlagen Gitterbänder aus Edelstahl verwendet. Viele Gefrieranlagen nutzen heute dieselbe Technik, auch wenn die Bandkonfiguration variieren kann. Der Nachteil dieses Bandes besteht darin, dass es keine echte Fluidisierung erzeugen kann, da die Maschen des Netzes zu groß sind. Zudem hinterlassen solche Bänder stets Bandspuren auf relativ empfindlichen Produkten wie Erdbeeren. Eine effiziente Reinigung dieser Art von Band ist schwierig, was einen weiteren wesentlichen Nachteil darstellt.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen wurden in den 1980er Jahren Kunststoffbänder in den IQF-Gefrieranlagen eingeführt – eine IQF-Technologie, die die Gefrierergebnisse erheblich verbesserte. Die Herausforderung bei dieser Art von Bändern besteht darin, dass nur 64 % der Bandoberfläche aktiv fluidisiert werden, während die restlichen 36 % eine Totzone darstellen, da der Luftstrom durch die Verbindungsstifte behindert wird.
Innovative IQF-Gefriertechnik
Die neueste Innovation im Bereich der Bettkonstruktionen für IQF-Gefrieranlagen ist die von der Firma OctoCore entwickelte perforierte Bettplatte, die die bisher verwendeten Förderbänder erfolgreich ersetzt. Der Transport des Produkts basiert auf einem patentierten Prinzip, das in einer asymmetrischen Bewegung der Bodenplatte in Transportrichtung besteht, wobei die Haftreibung zwischen der Bodenplatte und dem zu gefrierenden Produkt genutzt wird. Bei der OctoCore™-Bodenplatte für IQF-Gefrieranlagen ist fast 100 % der Bodenfläche aktiv fluidisiert. Die Möglichkeit, den Durchmesser und die Form der Lochung individuell anzupassen, trägt zu den beeindruckenden Gefrierergebnissen bei, während die Reinigung der Böden einfach und schnell außerhalb des IQF-Gefriergeräts erfolgen kann. Die OctoCore™-Bodenplatten stellen einen beeindruckenden technologischen Fortschritt in der IQF-Branche dar.